Baumgutachten und Baumkontrollen

Laut EN 15567 muss vor der Inbetriebnahme eines Kletterwaldes ein Baumgutachten mit Bewertung der Tragfähigkeit erstellt werden. Diese Prüfung sollte sinnvoller Weise in der Konzeptphase erfolgen, damit rechtzeitig vor der Bauausführung Ersatzbäume bestimmt werden können.

Die erste Prüfstufe wird unterstützt durch  einfache Hilfsmittel wie etwa Schon-hammer oder Stahlspieß (Foto rechts).

Die Begutachtung erfolgt dabei in mehreren Prüfstufen: zunächst werden die ausgewählten potenziellen Aktivbäume einer visuellen Begutachtung vom Boden aus unterzogen.

Werden hierbei Schadensmerkmale festgestellt (auf dem Foto links ist eine Schubrissnarbe mit der Bildung von Adventivwurzeln zu sehen), welche die Tragfähigkeit beeinflussen, erfolgt eine eingehende Untersuchung.

 

In der Prüfstufe 2 werden Messgeräte eingesetzt, welche bei Strukturschäden eine zuverlässige Aussage über das räumliche Ausmaß des Schadens ermöglichen (quantitative Erfassung z.B. durch Bohrwiderstandsmessung).

Für die qualitative Beurteilung der Schädigung sind in der Prüfstufe 3 aufwändige Verfahren erforderlich, wie etwa die Elasto-Inclino-Methode oder Schalltomographie.

Die individuelle Festigkeit eines Baumes kann
a) theoretisch über eine Computersimulation berechnet, oder
b) praktisch im Zugversuch nachgewiesen oder
c) nach einer Bohrkernentnahme einfach im Labor bestimmt werden.

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